Aluminium-Filomuro-Zarge in der Wand, mit PU-Schaum am Umfang vor dem VerspachtelnGeöffnete Filomuro-Tür in einer fertigen Wand, die Laibungstiefe ist in der Öffnung sichtbarFilomuro-Tür in einer Wohnungswand im Rohbauzustand, neben der EingangstürFilomuro-Tür in einem Flur mit dicken Wänden, seitliche Laibung bis an die Zargenkante verputzt

Wandstärke für eine Filomuro-Tür: mindestens 100 mm

Kulttur Team · Veröffentlicht:

Vor dem Öffnungsmaß und vor der Farbe scheitert eine Filomuro-Bestellung am häufigsten an einer einzigen Zahl: der Wandstärke. Die verdeckte Zarge wird nicht auf die Wand aufgesetzt, sie sitzt in ihr, und ist die Wand zu dünn, gleicht keine Justierung das aus. Unten stehen der Mindestwert, die üblichen Bestelltiefen und was in den beiden Grenzfällen zu tun ist, zu dünne und zu dicke Wand.

Warum die Wand entscheidet, ob Filomuro möglich ist

Bei einer klassischen Tür umfasst die Zarge die Wand auf beiden Seiten und verbirgt jede Stärkendifferenz unter der Bekleidung. Die Toleranz ist großzügig: eine 200-mm-Zarge deckt eine 150-mm-Wand ab, ohne dass es jemand bemerkt. Bei Filomuro kehrt sich die Logik um. Die Zarge aus stranggepresstem Aluminium wird in die Wandstärke eingelassen und bleibt dort, der Putz läuft bis an die Kante des inneren Anschlags darüber. Die Wand verdeckt die Zarge nicht mehr, sie nimmt sie auf.

Die praktische Folge: Die Zargentiefe muss exakt der fertigen Wandstärke entsprechen, nicht ungefähr. Eine zu kurze Zarge hinterlässt eine Stufe von wenigen Millimetern in der Öffnung, im Streiflicht sichtbar. Eine zu lange Zarge steht aus der Wandebene vor und zerstört genau den Effekt, für den das System gekauft wird.

Wie sich die Stärke aufteilt: 75 mm Profil plus 30 mm je Seite

Das Standardprofil der Filomuro-Zarge misst 75 mm in Richtung der Wandstärke. Dazu kommt der innere Anschlag von 30 mm auf jeder Seite, also die Zone, auf die Spachtel und Farbe aufgetragen werden, damit das Finish durchgehend von der Wand auf die Zarge läuft. Die Summe ergibt den absoluten Grenzwert, unter dem das System nicht funktioniert: 100 mm fertige Nettowandstärke.

Das Wort „fertig" verursacht die meisten Bestellfehler. Maßgeblich ist nicht die Rohwandstärke, sondern die Wandstärke nach Putz, Spachtel und eventueller Beplankung. Eine 115-mm-Ziegelwand mit 10 mm Putz je Seite erreicht 135 mm fertig, und die Zarge wird auf 135 bestellt, nicht auf 115. Dieselbe Regel gilt im Trockenbau, wo Platten je Seite 12,5 oder 25 mm über dem Ständerwerk hinzufügen.

Serienmäßig gefertigt werden 100, 125 und 150 mm, darüber hinaus auf Bestellung bis 250 mm. Alles wird auf das Maß zugeschnitten, das zusammen mit Öffnungsmaß und Anschlagrichtung übermittelt wird, weshalb die Zarge vor dem Verputzen in die Wand kommt, nicht am Bauende.

Mindeststärke nach Wandtyp

Die Tabelle deckt ab, was in mehr als neun von zehn Wohnungen und Häusern vorkommt. Die Spalte „fertige Stärke" setzt übliches Finish voraus: 10-12 mm Putz und Spachtel je Seite bei Mauerwerk, Gipskartonplatten im Trockenbau.

WandtypRohkonstruktionFertige StärkeZargentiefeFazit
Porenbeton 75 mm75 mm95-100 mmnicht möglichUnter Grenzwert ohne Beplankung
Porenbeton oder Ziegel 100 mm100 mm120-125 mm125 mmKompatibel
Ziegel 125 mm125 mm145-150 mm150 mmKompatibel
Ständerwerk UA 75, einfach beplankt75 mm100 mm100 mmFunktionales Minimum
Ständerwerk UA 75, doppelt beplankt75 mm125 mm125 mmOptimal
Tragendes Mauerwerk 200-250 mm200-250 mm220-270 mm150-250 mm SondermaßKompatibel, mit Laibung

Als Text gelesen sagt die Tabelle drei Dinge:

Ein Detail zählt bei der 125-mm-Ziegelwand: Dort erreichst du auch die beste akustische Leistung der Tabelle, denn eine Mauerwerkswand von 125 mm erreicht 42-45 dB, und eine Tür mit Mineralwollkern zieht das Ensemble nicht abrupt nach unten.

Porenbeton mit 75 mm: der einzige Fall, der die Montage blockiert

Trennwände aus 75 mm Porenbeton sind in Wohnungen ab Baujahr 2010 verbreitet, etwa zur Abtrennung von Bad oder Ankleide. Mit Putz und Spachtel auf beiden Seiten erreichen sie 95-100 mm, genau an der unteren Grenze des Systems. In der Praxis hat der innere Anschlag von 30 mm auf einer Seite keine Auflagefläche mehr, und das Finish reißt beim ersten Jahreszeitenwechsel.

Die Lösung heißt Wand aufdoppeln, nicht Zarge erzwingen. Gipskarton wird auf einer oder beiden Seiten aufgebracht, auf eigenem Ständerwerk oder geklebt, bis 125 mm fertig. Die Kosten sind gemessen an der Tür gering, einige hundert Lei pro Wand, müssen aber vor der Bestellung entschieden werden, weil sich dadurch auch das Öffnungsmaß ändert. Porenbeton mit 100 mm wirft das Problem nicht auf: mit Finish erreicht er 120-125 mm und fällt direkt in eine Serientiefe.

Trockenbau: die Stärke bestimmst du, nicht die vorhandene Wand

Im Trockenbau ist die Lage umgekehrt zum Mauerwerk, weil die fertige Stärke keine geerbte Randbedingung ist, sondern eine Planungsentscheidung. Die vertikalen Profile bestimmen die Konstruktionstiefe, die Beplankung ergänzt den Rest. UA 75 einfach beplankt ergibt 100 mm fertig, genau den Mindestwert. UA 75 doppelt beplankt ergibt 125 mm, UA 100 doppelt beplankt erreicht 150 mm.

Die praktische Empfehlung lautet doppelte Beplankung, auch wenn die Wand sie statisch nicht braucht. Die zusätzlichen 25 mm je Seite geben der Zarge eine deutlich stabilere Auflage und fangen die Ausführungstoleranzen des Trockenbauers ab. Die Konstruktion um die Öffnung muss ohnehin mit UA-Profilen und Sturz ausgesteift werden, und dort ist der Kostenunterschied zwischen einfacher und doppelter Beplankung gegenüber dem Ergebnis vernachlässigbar.

Die goldene Regel im Trockenbau: Die fertige Wandbreite muss der bestellten Zargentiefe entsprechen, gemessen nach der Beplankung, nicht am nackten Ständerwerk. Das ist einer der häufigen Montagefehler, der erst auffällt, wenn die Zarge schon auf der Baustelle liegt.

Wände über 250 mm: die Zarge deckt nur einen Teil

Tragende Wände von 250 mm oder gedämmte Fassaden überschreiten die maximale Zargentiefe von 250 mm. Ein technisches Problem entsteht dabei nicht, nur eine Detailentscheidung: Die Zarge wird auf die maximal sinnvolle Tiefe bestellt, die Differenz bleibt als normal verputzte Laibung stehen, wie bei jeder Tür. Der flächenbündige Effekt bleibt auf der Seite erhalten, auf der die Tür montiert ist, die andere Seite wird zu einer Nische mit geraden Kanten.

Die Wahl der Seite zählt. Die Zarge sitzt bündig mit der Wand in dem Raum, in dem du die durchgehende Fläche willst, meist Wohnzimmer oder Flur, und die Laibung zeigt zum Nebenraum. Das Detail kommt vor der Bestellung in die Planung, zusammen mit der Anschlagrichtung.

Wie du die reale Stärke vor der Bestellung misst

Richtig gemessen wird an der Rohwand, zu der die geplanten Finishstärken addiert werden. Ist der Putz bereits aufgebracht, misst du direkt in der vorhandenen Öffnung, das Bandmaß rechtwinklig zur Wand, an drei Punkten: oben, mittig, unten. Unterschiede über 5 mm zwischen den drei Werten deuten auf eine unebene Wand hin, die vor der Montage korrigiert werden muss.

Prüfe auch das Lot, mit Richtscheit oder Laser. Zulässige Abweichung ist unter 3 mm je laufendem Meter. Darüber wird die Zarge zwar lotrecht eingebaut, die Wand bleibt aber schief um sie herum, und die umlaufende Fuge fällt ungleichmäßig aus.

Zuletzt gehört die Lage der Installationen vorbereitet. Steckdosen und Schalter rücken auf mindestens 100 mm Abstand zur Zargenkante, empfohlen 150 mm, und Leitungen umgehen das verdeckte Profil. All diese Maße kommen gemeinsam ins Bestellblatt, neben den technischen Spezifikationen für Planer.

Kann ich eine Filomuro-Tür in eine 75-mm-Porenbetonwand einbauen?

Nein, außer sie wird auf einer oder beiden Seiten mit Gipskarton aufgedoppelt. Die Standardzarge hat 75 mm Profil plus 30 mm inneren Anschlag je Seite, braucht also mindestens 100 mm Nettowand. Porenbeton mit 75 mm erreicht mit Finish 95-100 mm, also genau die Grenze. Porenbeton mit 100 mm ist unproblematisch.

Ändert die Wandstärke den Preis der Filomuro-Tür?

Zwischen 100 und 150 mm nicht, denn das sind die Serientiefen. Über 150 mm wird das Profil auf Maß zugeschnitten, und es entsteht ein Preisunterschied bei der Zarge, nicht beim Türblatt. Die Modelle bleiben gleich: Filomuro Minimal ab 2.796 RON inkl. MwSt. und Signature ab 3.693 RON inkl. MwSt.

Was tun, wenn ich die Zarge mit falscher Tiefe bestellt habe?

Das hängt von der Richtung ab. Ist die Zarge kürzer als die Wand, lässt sich die Differenz durch Beplankung der Gegenseite ausgleichen, sofern sie unter 20 mm liegt. Ist die Zarge länger, gibt es keine Abhilfe auf der Baustelle, weil sich das Profil nicht in der Tiefe kürzen lässt, ohne den Anschlag zu verlieren. Deshalb wird das Maß vor Produktionsfreigabe bestätigt.

Wie messe ich die Stärke, wenn noch kein Putz aufgebracht ist?

Du misst die Rohwand und addierst die mit dem Bauunternehmer vereinbarten Finishstärken: üblich sind 10-12 mm Putz plus 2-3 mm Spachtel je Seite bei Mauerwerk, beziehungsweise 12,5 bis 25 mm Beplankung je Seite im Trockenbau. Der resultierende Wert ist das Bestellmaß. Steht das Finish noch nicht fest, wird nach der wahrscheinlichsten Variante bestellt und die Entscheidung mit dem Bauteam schriftlich fixiert.

Wenn das Wandmaß feststeht und du einen Preis für deine Maße willst, liefert der Konfigurator die Summe in Sekunden. Für Grenzfälle, eine 75-mm-Trennwand oder eine tragende Wand von 250 mm, bring die Planung in den Showroom am Bulevardul Dacia 153-155 in Bukarest, und wir klären das Ausführungsdetail vor der Bestellung.

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